Die Kinnlade klappt runter. ?Faschistoide Versammlungsrituale vor einem Match!? Hat er das wirklich gesagt? Wer ist das überhaupt, dieser Werner Schneyder? Jüngere Leute werden ihn kaum kennen. Seit gestern schon. Bei Maischberger im Ersten ging es mal wieder ordentlich zur Sache. Das Thema: ?Kicker, Kohle, Krawalle: Wer regiert König Fußball?? Gute Frage. Eines steht jedoch fest: Personen wie Werner Schneyder und Bernd Stelter glücklicherweise nicht, denn diese Männer haben Ideen und Vorstellungen, die jedem Fußballfans die Nackenhaare aufrichten lassen.
Nicht am Ende der Welt, doch immerhin am Ende Berlins liegt Kladow. Hübsch gelegen am westlichen Ufer der Havel und des Großen Wannsees. Fernab der quirligen City, fernab von Trubel und Autogestank. Rund 14.000 Einwohner leben in dem südlichsten Ortsteils des Bezirks Spandaus. Dort beheimatet sind die Sportfreunde Kladow, deren erste Herrenmannschaft in der Landesliga Staffel 1 spielt. Am Dienstagabend zu Gast war der SV Tasmania Berlin, der sich noch gute Chancen für den Aufstieg in die Berlin-Liga (sechste Spielklasse) ausrechnet. Ein Sieg sollte also her im idyllischen Kladow!
?Gewaltige Leidenschaft - wer schützt den Fußball vor seinen Fans?? Mit diesem markanten Titel wollte Frank Plasberg und die ARD die jüngsten Vorfälle (Pyro und Platzsturm) beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC in einer Diskussionsrunde aufarbeiten und hinterfragen. Am Ende wurde es ein Talk ohne Tiefe geprägt von gefährlichem Halbwissen einer schlecht besetzten Runde: Johannes B. Kerner (Moderator), Reinhard Rauball (Präsident Ligaverband DFL), Oliver Pocher (Comedian), Katja Winkelmann (Fan von Borussia Dortmund), Frank Richter (Polizeihauptkommissar / stellvertretende Chef der Gewerkschaft der Polizei) und Dirk Bierholz (Leiter des Düsseldorfer Fanprojekts). Wo waren eigentlich die Vertreter der Ultrà-Gruppierungen? Wo saßen die Befürworter von Pyrotechnik?
Die Jungs aus Berlin-Lichtenberg, beheimatet in der HOWOGE-Arena Hans Zoschke, sagen Dank. Zum einen an den Halleschen FC, der wiederum Dank der Schützenhilfe der Bubis des VfL Wolfsburg in die 3. Liga aufgestiegen ist. Zum anderen an Tennis Borussia Berlin, das bereits am Freitagabend den direkten Aufstiegskonkurrenten 1. FC Wilmersdorf in die Schranken weisen konnte. Was der HFC mit dem Berlinligisten Lichtenberg 47 zu tun hat? In Prinzip herzlich wenig, doch wirkt sich der Hallenser Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga auch auf die unteren regionalen Spielklassen aus.
Erst einmal eine Schelte für die Medien (Spiegel Online etc.), die mal wieder voreingenommen falsch voneinander abschreiben: Der angebliche Essener Wettskandal ist wahrscheinlich nur ein Skandälchen, denn die Behauptung RWE-Spieler hätten persönlich vor der Partie Essen gegen Dortmund II gegen ihren Verein gewettet, ist einer Stellungsnahme von Rot-Weiss Essen zufolge falsch.
Er hat die meisten Anhänger in Deutschland, Spiele gegen ihn sind immer 100 Prozent Fußball-Leidenschaft und seine Saisonziele immer mit Titelansprüchen verknüpft: Gemeint ist Deutschlands erfolgreichster Verein der FC Bayern München, der am Samstagabend die Triple-Vize-Krone vom bisherigen Inhaber Bayer 04 Leverkusen übernahm. Wie wir meinen zu Recht auch in dieser, wenn auch tragischen Form.
Die Frankfurter Eintracht ist wieder dort, wo sie hingehört: Im Fußballoberhaus. Zurück liegt eine aufregende Saison mit Höhen und Tiefen. Grund genug, noch einmal alles Revue passieren zu lassen. Gastautor Julius Wiechmann warf für turus.net einen ausführlichen Blick auf die Geschehnisse der Spielzeit 2011/12. Sachlich, aber auch emotional. Angefangen beim gedrehten Spiel in Fürth zu Beginn der Saison und das kuriose Pokalspiel in Halle/Saale über die brisanten Partien gegen Hansa Rostock und den friedlichen ?Blocksturm? beim 1. FC Union Berlin bis hin zur Aufstiegsfeier beim Auswärtsspiel in Aachen. Es gab nicht nur Erfreuliches zu berichten, doch letztendlich zählte nur eine Tatsache: Die Eintracht ist wieder aufgestiegen!
Zum letzten Pflichtspiel desTraditionsvereins Rot Weiss Essen (gegen Fortuna Köln) bereiteten die RWE-Fans der alten Wirkungsstätte des Vereins, dem Georg Melches Stadion, einen imposanten und farbenfrohen Abschied. Ab der neuen Saison spielt RWE im neuen in direkter Schussweite gelegenen modernen Stadion und nicht wenige Fans setzen mit dem neuen Stadion große Hoffnungen in die Fortsetzung der ruhmreichen Vereinschronik.
Aufstieg in die Regionalliga Nordost! Wie lange haben die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig auf diesen Moment warten müssen? Eine gefühlte Ewigkeit! Endlich warten wieder richtig knackige Duelle auf die Jungs aus Probstheida. Gegen den 1. FC Magdeburg, den FC Carl Zeiss Jena und RB Leipzig. Zudem stehen gleich drei Fahrten nach Berlin auf dem Programm. Kein Wunder, dass unter den rund 2.500 mitgereisten Lok-Fans riesige Euphorie herrschte. Ein echter Wermutstropfen war am Samstagnachmittag allerdings die Polizei, die bereits 15 Minuten vor Abpfiff mit aufgesetzten Helmen Stellung vor der Gästekurve bezog.
"Bolzen und Pflügen" auch unter dieser Überschrift hätte das heutige Niederrheinpokalfinale zwischen Rot Weiss Essen und dem SV Hönnepel-Niedermörmter betitelt werden können, denn vor allem die Gelb-Schwarz gekleideten Mannen des Sechstligisten aus Kalkar "holzten" sich regelrecht durch das altehrwürdige Georg Melches Stadion. Ein Erfolgsrezept, das vor allem in den ersten Minuten des Spiels aufzugehen schien.
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